BÜFAA.SH

Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung in Schleswig-Holstein

Mit dem „Begleiteten Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung in Schleswig-Holstein“, kurz BÜFAA.SH, geht die Schleswig-Holsteinische Landesregierung voran. Als bundesweit erstes Arbeitsmarktprogramm für Flüchtlinge* soll BÜFAA.SH nicht nur die Grundlage für eine erfolgreiche Integration legen, sondern auch Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bieten. Von den insgesamt etwa 35.000 Flüchtlingen sollen im Rahmen des Pilotprojektes bis zu 2.000 Männer und Frauen in den Arbeitsmarkt und damit auch in das gesellschaftliche Leben überführt werden. Gefördert wird das Gemeinschaftsprojekt der Landesregierung und der Bundesagentur für Arbeit dabei auch von der Europäischen Union und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Gemeinsam mit den Grone-Bildungszentren und der VHS Oldenburg i.H. ist die BQOH seit dem 01. Juni 2016 für die praktische Umsetzung des Projektes im Kreis Ostholstein verantwortlich. Dadurch erhalten bis zu 140 Flüchtlinge aus der Umgebung die Möglichkeit, neben Sprachkenntnissen auch berufliche Kompetenzen und Wissen über den hiesigen Arbeitsmarkt und die deutsche Gesellschaft zu erwerben.

Während erfahrene Lehrkräfte der Volkshochschule Oldenburg den Flüchtlingen die Alltags- und die für die Berufswelt unerlässliche Fachsprache beibringen, sind die Grone-Schule und die BQOH für die beruflichen Kompetenzen zuständig. Im Rahmen von praktischen Aktivitäten, persönlichen Gesprächen und berufsbezogenen Schulungen werden die Kompetenzen der Flüchtlinge erkannt und gefördert. Bei der anschließenden Vermittlung in den Arbeitsmarkt wird die jahrelange Erfahrung der BQOH im Bereich der beruflichen Eingliederung und die im Zuge dessen enge Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft von großer Hilfe sein.

Darüber hinaus werden die erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrierten Flüchtlinge auch nach Aufnahme einer Ausbildung oder eines Arbeitsverhältnisses betreut. Im selben Maße steht die BQOH selbstverständlich auch den Unternehmen und Arbeitgebern kompetent zur Hilfe, um sprachlichen oder kulturellen Differenzen entgegenzuwirken und arbeitsrechtliche Hürden zu nehmen.

Derzeit gibt es in Ostholstein sechs Kurse in Eutin, Bad Schwartau, Oldenburg i.H. sowie auf Fehmarn.

*Die Maßnahme richtet sich an Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive (derzeit Eritrea, Irak, Iran, Syrien, Somalia), Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sowie Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge, wenn sie die Schulpflicht erfüllt haben.